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Weihnachtsansprache des Gourmetkaters

Ja, liebe Leser meines Blogs. Es ist wieder so weit! Weihnachten steht nicht mehr nur vor der Tür, sondern ist schon voll in die Bude gekracht! Laut, bunt, unausweichlich.

Das bedeutet, wir haben alle die Schlacht des Konsums in den Einkaufszentren überlebt! Und dies ist doch eigentlich schon Grund genug zum Feiern!!!
Obwohl, man hätte sich die Prügelei um den Parkplatz, den Einkaufswagen, um die letzte XBox One, Playstation oder anderes Gedöns sparen können, wenn man beim Händler um die Ecke eingekauft hätte. Aber die gibt es ja kaum noch in den Kleinstädten, weil wir das als Käufer so wollten. Die Schlacht im Einkaufszentrum bringt uns halt mehr Nervenkitzel.

Auch klar, viele wollten kein Risiko um Leib und Leben eingehen. Sie haben deshalb gleich online bestellt. Dann holt sich nur der Postmann Kratzer an das Auto.

Aber wenn ich so die Menschen frage, worum es denn eigentlich bei Weihnachten geht, dann bekommt man schon recht seltsame Antworten. Kern-Aussage ist aber meist: Geschenke!!! Ach so.
Diese Sicht hat aber den Vorteil, daß Weihnachten von allen gefeiert werden kann. Ob mit und von welcher Religion auch immer.

Dabei begehen wir doch Weihnachten aus dem einen Grunde: Besinnung auf das Wesentliche und die Liebe zu den Mitmenschen und Tieren!

Ach so?

Na klar!

Weihnachten ist schon uralt. Bei den ganz alten Vorfahren feierten wir noch die Neu-Geburt der Sonne, weil die Tage wieder länger werden. Das Ende der Dunkelheit und der Sieg des Lichtes und des Lebens. Das neue Jahr wird geboren.

Vor 2013 Jahren kam dann noch eine weitere Geschichte dazu. Weihnachten reloaded sozusagen. Ist aber auch eine wirklich spannende Geschichte, die sich bis heute nicht geändert hat:

Ein mittelständischer Unternehmer und Fachkraft wurde aus der Heimat vertrieben .Ja, Josef war Tischler, manche Quellen sagen sogar Architekt. Und arm war er auch nicht. denn seine Frau saß auf dem Universal-Transporter jener Zeit: Dem Esel. Der hatte damals nur noch nicht den Stern auf dem Kühler.
Zu seinem Unglück war die Frau auch noch schwanger - von wem auch immer. Heute würde ich sagen, der Kerl hatte echt Pech an der Backe: Gut ausgebildet, keine Heimat, das Kind war definitiv nicht von ihm.

Aber so ist das mit den Flüchtlingen. Keiner will die. Und so muß man um Unterkunft betteln, bis man sich freut, in einem Stall wohnen zu dürfen. Und dann kriegt die Maria auch noch ihr Kind....
Dabei ist es doch völlig egal, wo dieser Stall steht. Im Heiligen Land, oder doch vielleicht an der Zäunen der EU. Und ob diese junge Familie nun auf Lampedusa gestrandet ist, aus Afrika oder Syrien kommt. Jedenfalls ist für mich diese Geschichte topaktuell!

Aber wozu stellen wir Weihnachts-Krippen in unsere Wohnung, mit Josef, Maria und dem Jesuskind und lauter Schafen, Rindern und anderem Getier, welches in die Futterkrippe mit dem Baby schaut, wenn wir unsere Türen gleichzeitig verrammeln. Hohe Zäune, Drohnen, Satelliten-Überwachung der EU-Grenzen.

Und meine kleine Anmerkung: Die Tiere schauen garantiert nur so verklärt in die Futter-Krippe mit dem Jesus-Kind, weil sie von dem leckeren Futter träumen, welches da eigentlich drin liegen sollte.

Aber unsere Weihnachtsgeschichte hat auch ein gewisses Happy End! Denn zu Zeiten des Fachkräfte-Mangels, da kommen schon die Anwerber. Im Gepäck das Versprechen von guter Bezahlung. So etwas kann in den Ohren des Josef nur klingen wie Weihrauch, Mürre und Gold!
Wir machen eben doch Unterschiede bei den Flüchtlingen. Fachkräfte dürfen uns mit ihrer Kunst beehren. Auch weil sie so schön billig sind.
Arme Tölpel ohne Bildung: Pech gehabt. Euch wollen wir nicht.

Ach ja, wo da noch vor 2013 Jahren ein heller Komet leuchtete, da hat uns die Sonne in diesem Jahr das Himmels-Spektakel mit Kometen tüchtig verhagelt. Ein kläglicher Komet ergibt eben kein Weihnachtswunder im Jahr 2013. Schade.

Doch wer braucht heute noch Wunder? Wo wir doch alles haben!
Wirklich alle?

Ich glaube aber schon, daß wir gerade heute zu Weihnachten immer noch unsere großen und kleinen Wunder brauchen! Eben damit wir uns wieder daran erinnern, was wichtig im Leben ist:

Menschliche Wärme, Geborgenheit der Familie und der Freunde, Liebe Frieden, Gesundheit...

... und immer einen vollen Futter-Napf!

Deshalb wünsche ich allen Menschen und Tieren auf dieser Welt:

Frohe und friedliche Weihnachten!


Egal, ob klug oder ungebildet, mit oder ohne Behinderung. Denn wir alle sind das Wunder der Weihnacht!



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