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Frage die Katze! Der Gourmetkater weiß fast alles!

Leckere Kumato!

Tomate Sorte Kumato
Neulich war ich im Supermarkt und habe im Gemüse-Regal geschaut, was uns der Markt so an neuen Genüssen bringt. Dinge eben, die man mal gekostet haben muß. Und wenn man es danach nie wieder tun will.

Da haben mich auf einmal die Kumatos angelächelt! Etwas ganz neues sollen die sein! Und unvergleichlich im Geschmack!

Sahen irgendwie aus wie Tomaten. Das die aus dem Supermarkt meist nicht schmecken, ist mir bekannt. Aber auf der Verpackung stand nirgendwo Tomate. Warum auch, ist doch eine Kumato!!! Die sollen so lecker sein wurde mir gesagt.

Also rein in den Einkaufswagen.

Bevor ich meinen verwöhnten Gaumen in das versprochene Genuß-Ereignis Kumato stürzen wollte, habe ich erst einmal im Internet nachgeschaut, was diese Kumato ist, die mir so intensiv und süß versprochen wurde.
Auf der Verpackung stand die Adresse
http://www.kumato.com/de/Pages/default.aspx

Und da wurde mir wieder versprochen:

Intensiv und süß
Anbau durch ausgewählte Landwirte
kumato, Qualität Tag für Tag

Aha! Ich lese dort, daß die Kumato eine Tomate ist.


Die mit dem echten Geschmack der Tomate. Sogar mit einer Erlebniswelt.

100 % Natürlicher Anbau - wird versprochen.
Denn Qualität beginnt auf dem Feld, schreibt man. Stimmt, sage ich.

Von Syngenta ausgewählte Landwirte mit traditionellen Techniken und natürlichen Anbaumethoden bauen diese Früchte an. Schreibt man. Aber gespritzt und gedüngt wird doch bestimmt, oder?
Na hoffentlich wachsen mir dann keine Esels-Ohren, wenn da so ein Konzern wie Syngenta hinter dieser Frucht steht - denke ich jetzt.

Aber keine Sorge, auf Wikipedia steht, daß die Kumato nicht aus dem Genlabor kommt. Noch mal Glück gehabt!
Denn wer wie ich einmal versucht hat, an einem Artikel auf Wikipedia - der deutschen Wikipedia - mitzuschreiben, der weiß, daß auf Wikipedia alles stimmt und die Konzerne keinen Einfluß auf diese Beiträge haben...
... garantiert!
Nicht.

Die Kumato ist eine Hybride, steht auf Wikipedia. Das ist wiederum nicht schlimm. Denn Hybriden kommen auch in der Natur vor. So wenn Leute aus einem Dorf mit wenig Familien Leute aus anderen Dörfern mit wenig Familien heiraten. Hybriden haben mit Gen-Technik nix zu tun.
Außerdem geht diese Sorte auf einen Fund in den 70er Jahren bei Almería zurück.

Die Kumato reifen immer an der Pflanze von innen nach außen. Sie werden zu saftigen, festen Früchten mit einem hohen Fruktosegehalt. Und die ist bekanntlich süßer als Zucker.

Die Früchte werden in Spanien, Frankreich, Belgien, Holland, der Schweiz, Griechenland, Türkei und Kanada angebaut, lerne ich.

Und dann kommt da noch das übliche Bla Bla zu Kontrollen und Standards etc.
Nur so erreicht man eben ein genormtes Industrie-Produkt. Aber kann das meine Erwartungen erfüllen, die nun bei mir geweckt wurde? Halten diese Tomaten mit den alten Landsorten mit, die ich in meinem Garten habe???

Also das Messer raus. Jetzt werden die Kumato geschlachtet!

Zuerst kommt die Frucht wirklich sehr süß daher. Die Kumato hat sehr wenig Säure im Geschmack. Dies hätte für mich ruhig ein wenig mehr sein können.

Aber: Diese Tomaten kommen wirklich mit einem Feuerwerk der Aromen daher! DAS hätte ich von einer Agrar-Industrie-Sorte so nicht erwartet!
Es klingen sogar einige Aromen von Sorten aus meiner Sammlung im Garten an. Wirklich, für eine Supermarkt-Tomate nicht schlecht. Nur mit meinen Tomaten aus dem Garten kommt die Kumato nicht mit. Soll sie auch nicht. denn nicht vergessen: Sie ist ein Industrie-Produkt.
Wohl deshalb hat sie eine so harte Schale.

Aber für den, der keine Alternativen hat, ist die Kumato eine gute Wahl. Denn sie ist wirklich erstaunlich lecker!

Auch haben diese Kumato bestens mit meinem Tomaten-Salz harmoniert.

Der Preis liegt deutlich über denen anderer Tomaten im Supermarkt und den Früchten einiger Gärtner der Region, die alte Landsorten anbauen. (Aber das liegt auch daran, daß diese des Wertes ihrer Ware nicht bewußt sind und falsch kalkulieren.)


Nur eine Sache konnte ich nicht klären:

Diese Tomaten bauen nur ausgewählte Landwirte an. Klingt erst einmal gut für den Verbraucher als Marketing-Instrument.

Bei großen Konzernen kann dies heißen, daß die Landwirte in bestimmte Abhängigkeiten gezwungen werden. Beispiele dafür gibt es genug.
Beim transgenen Mais gibt es das Saatgut nur zusammen mit bestimmten Herbiziden des gleichen Konzerns. Bei pinken Äpfeln aus China bezahlen die Bauern sehr viel Geld dafür, diese Sorten anbauen zu dürfen.
Profitieren diese ausgewählten Bauern auch vom höheren Preis dieser Tomaten??

Warum bekommt nicht jeder dieses Saatgut, der es haben will?

Vielleicht klärt mich hierzu noch jemand auf.

Deshalb bekommen bei mir auch in Zukunft regionale Tomaten zuerst den Zuschlag. Besonders die aus meinem eignen Anbau. Da weiß ich, was ich habe. Und bin von keinem Konzern abhängig.

Aber sonst muß ich den Geschmack wirklich loben.

Und bis jetzt sind mir keine Esels-Ohren gewachsen.




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