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Gourmetkaters Harzreise - Teil 2

In der Nacht hatte es ganz schön dolle gestürmt und geregnet. Da hatte ich
schon Angst, der heutige Ausflug würde im Regen untergehen.

Es ist schon ein tolles Gefühl, wenn man die Nacht in so einem ehrwürdigen
alten Haus mit Historie verbringt. Dieser Meinung war jedenfalls meine
Freundin Teri.

Das mit der Käseplatte am Abend vorher ging mir nicht aus dem Kopf. So hatte
ich, der vor Aufregung über meinen Besuch kaum schlafen konnte, die Idee,
meine amerikanischen Freunde auf eine deutsche Farm zu schleppen. Eine, wo es
köstlichen handgemachten Käse gibt! Einen Käse, der garantiert nicht
"regional" von der Metro kommt.

Also aufgemacht zum Westerhäuser Käsehof (www.kaesehof-am-harz.de)!

Wir hatten Glück und trafen den Bauern gleich vor seiner Haustür.
Die Kühe hätte ich meinen Freunden gern gezeigt, weil es sich dabei um die
Heimat-Rasse des Harzes handelt - das Rote Höhenvieh. Die Kühe waren aber
genau dort, wo es ihr Name vermuten läßt: auf den Weiden in den Bergen des
Harzes.

Aber die "Kühe des kleinen Mannes" waren im Stall daheim. Gemeint sind in
diesem Falle die Milchziegen. Wir durften die uns von ganz nah anschauen.
Doch zunächst mußte der Schäferhund weggesperrt werden.
Weil er mag keine Katzen - was dumm für mich ist. Außerdem ist es ihm wohl
auch egal, ob der Hintern einem Deutschen oder einem Amerikaner gehört, in den
er seine Zähne gräbt.

Für meine Freunde aus New York war das schon aufregend. So mitten im
Ziegenstall zu stehen!

Natürlich haben wir auch den Hofladen besucht und fleißig Käse eingekauft.
Denn das sollte später noch ein kleines Picknick werden!


Weiter ging es auf kleinen Straßen nach Thale. Denn der nächste Stopp sollte
die Roßtrappe werden.

Meine Freundin Teri hatte sich diesen Ausflug gewünscht, weil sie die Bilder
des Bodetales zu Thale in einem Bildband sehr beeindruckend fand, den ich ihr
vor Jahren geschenkt hatte.

Sie kennen doch die Sage vom Riesenmädchen Brunhilde, das vor dem Ritter Bodo
aus dem Riesengebirge geflohen ist und in allergrößter Not den Sprung über den
Talkessel von Thale wagte? Jedenfalls war die Landung des Riesenpferdes so
heftig, daß man den Hufabdruck noch immer sehen kann!

Teri und Jimmi waren begeistert von den schroffen Felsen und der Aussicht in
das Tal! Also mit dem Auto wieder nach Thale gefahren. Wir hätten auch den
Sessel-Lift nehmen können. Haben wir aber aus Liebe zu Teri nicht gemacht.

Thale ist ein schönes kleines Städtchen. Mit schönen alten Holzhäusern. Jim
wollte unbedingt mit dieser niegelnagelneuen Seilbahn in Thale fahren. Also
blieb das Auto stehen und wir schlenderten zur Talstation der Seilbahn.

Das schöne an dieser Seilbahn ist, daß alle grünen Gondeln einen Glasboden
haben! Das fand Jimmi echt super. Seine Frau Teri weniger. Die hätte lieber
eine rote Gondel mit Stahlboden genommen.
Leider sind diese Glasböden schon recht zerkratzt, obwohl die Bahn erst wenige
Monate in Betrieb ist. Aber wenn man noch diese engen alten Gondeln der
Vorgänger-Seilbahn kennt, dann sind diese neuen 6-Personen-Gondeln echt
riesig.
Die Seilbahn-Fahrt ging rasant los und plötzlich stoppte die Bahn hoch über
dem Schlund des Bode-Tales. Teri fand dies überhaupt nicht lustig und wurde
immer stiller.
Wir haben alle den Rundumblick währen der Fahrt genossen. Auch ich, der auf
dem Galsboden stehen konnte. So ein wenig wie fliegen ist das.
In einer Gondel im Gegenverkehr hat das ein Hund auch so gemacht wie ich! Für
einen Hund recht cool, wie ich finde.
Jimmi machte Fotos. Nur Teri schaute nicht nach unten, sondern nur zum
Horizont.

Ist schon erstaunlich, wenn eine Frau, die in Manhatten in einem Wolkenkratzer
arbeitet, Höhe nicht besonders mag.

Aber zur Versöhnung gab es auf dem Hexentanzplatz eine typisch deutsche
Bratwurst!

Da war die Welt auch für Teri wieder in Ordnung!

....wird fortgesetzt.....

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