Jetzt, wo der Frühling immer näher rückt, da wird es in den Einkaufsmeilen immer bunter. Egal wie klein der Platz der Verkaufsfläche auch ist: Ein Saatgut-Ständer muß einfach dort hin. Und wenn im Laden kein Platz ist, dann steht der eben vor der Tür.
Das ist schon fast verwunderlich, denke ich mir. Dies in den Städten Mitteldeutschlands, wo die Schreber-Gärten massenweise platt gemacht werden, weil sie einfach keiner mehr haben will? Wo beim sichtbaren Leerstand dieser Parzellen offenbar kaum noch Leute Gemüse oder Blumen anbauen?
Wer kauft denn all dieses Saatgut überhaupt noch?
Man kann schnell feststellen, daß die Preise beim Saatgut stark variieren. Beim Drogeriemarkt gibt es oft billige Tüten, wo dafür kaum etwas drin ist. Auch gibt es hier meist nur den einfachen Standard.
Wer etwas mehr Vielfalt bei Sorten und Saatgutfirmen haben möchte, muß schon zum Gärtner oder Fachmarkt. Aber auch hier spüre ich schon, daß die Vielfalt in den letzten Jahren stark geschrumpft ist. Weniger Gärten bedeuten eben auch: der Saatgut-Markt schrumpft und liefert sich erbitterte Grabenkämpfe. Zum Glück gibt es aber immer noch mitteldeutsches Saatgut zu kaufen.
Aber eben auch immer weniger Sorten, die mir Vielfalt in den Garten bringen sollen.
Wer Exoten haben möchte, muß sich langsam um die Vermehrung des eigenen Saatgutes kümmern. Und dieses dann mit anderen Liebhabern alter Sorten austauschen...
Was ist aber beim Kauf des Saatgutes zu beachten?
Saatgut verträgt keinen Frost. Wer im Schneetreiben vor der Drogerie einen Saatgut-Ständer sieht, darf daran gern vorbei gehen. Auch später, wenn die Tage wärmer sind! Mit solch einem Samen erntet man nichts im Garten.
Gute Saatgut-Händler versenden Samen deshalb nie in Frostperioden! Oder stellen ihre Saatgut-Ständer nie in den Frost! Wer würde auch als Fachmann auf diese Idee kommen, Samentüten im Frost zu lagern?
(Gut, die Genbanken machen das. Die wissen aber auch, wie man das macht!)
Dann gibt es noch die Saatgut-Tüten, auf denen mehr oder weniger groß F1 darauf steht. Dieses F1-Saatgut (Hybriden) hat nichts mit Gentechnik zu tun, wie immer gern von Möchtegern-Ökos behauptet wird. Hier wird einfach nur - ganz klassisch wie in der Natur auch - der Effekt genutzt, das die Nachkommen von stark ingezüchteten Linien gewünschte positive Effekte zeigen.
Vergleichbar mit den besonders klugen oder schönen Kindern von Leuten, die aus zwei stark isolierten Dörfern stammen...
Das nennt sich Heterosis-Effekt. Und ist wie gesagt vollkommen natürlich.
Nachteil für den Hobby-Gärtner: Die F1-Zucht bringt nebenbei für den Züchter des Saatgutes einen Kopierschutz mit. Wer F1-Pflanzen anbaut, die Samen dieser Pflanzen selber erntet und dann wieder anbaut, wird ein wahres Wunder an Vielfalt erleben. Nur eben aus dieser Nachzucht nichts ernten.
Vergleichbar: Die Enkel der Leute aus den Dörfern von oben könnten wieder strohdumm sein. Oder rote Augen haben...
Bei Blumen mag diese Aufspaltung übrigens sehr spannend sein.
Deshalb kann man F1-Hybriden ruhig nutzen. Denn der Normalverbraucher kauft im folgenden Jahr wieder neues Saatgut.
Wer alte Landsorten erhalten will, kann diese F1-Hybriden natürlich nicht für die eigene Saatgut-Ernte verwenden.
Wichtig ist auch, daß man im Garten immer möglichst viele Sorten eines Gemüses anbaut. Denn wer weiß schon, ob wir ein heißes, kühles, nasses oder trockenes Jahr bekommen?
Jede einzelne Sorte hat andere Ansprüche. Deshalb erntet man bei vielen Sorten garantiert etwas. Die eine Sorte mag versagen. Dafür trägt die nächste Sorte reichlich Früchte. Dies kann im Jahr darauf wieder genau das Gegenteil sein.
Deshalb baut der kluge Gärtner viele Sorten an!
Der Spekulant nutzt dagegen nur eine. Ist vielleicht auch recht spannend.
Nutzt man alte Landsorten der Region, hat man den Vorteil, daß diese Sorten an den eigenen Standort angepaßt sind. Dies macht den Ernte-Erfolg stabiler. Denn eine Sorte aus dem Gebirge kommt vielleicht mit einem Weinbau-Klima überhaupt nicht zurecht.
Wenn man dies alles beachtet und die Hinweise auf der Tüte liest, macht dann kaum noch etwas verkehrt.
Wer noch mehr zum Thema Garten lesen will, der findet noch viele nützliche Hinweise für den eigenen Anbau im Garten in meinem Gartenbuch Autark leben: Der Bauerngarten! Das finden Sie rechts neben diesem Artikel und auf buch.gourmieze.de! Sie können es auch über jeden Buchhändler bestellen!
Das ist schon fast verwunderlich, denke ich mir. Dies in den Städten Mitteldeutschlands, wo die Schreber-Gärten massenweise platt gemacht werden, weil sie einfach keiner mehr haben will? Wo beim sichtbaren Leerstand dieser Parzellen offenbar kaum noch Leute Gemüse oder Blumen anbauen?
Wer kauft denn all dieses Saatgut überhaupt noch?
Man kann schnell feststellen, daß die Preise beim Saatgut stark variieren. Beim Drogeriemarkt gibt es oft billige Tüten, wo dafür kaum etwas drin ist. Auch gibt es hier meist nur den einfachen Standard.
Wer etwas mehr Vielfalt bei Sorten und Saatgutfirmen haben möchte, muß schon zum Gärtner oder Fachmarkt. Aber auch hier spüre ich schon, daß die Vielfalt in den letzten Jahren stark geschrumpft ist. Weniger Gärten bedeuten eben auch: der Saatgut-Markt schrumpft und liefert sich erbitterte Grabenkämpfe. Zum Glück gibt es aber immer noch mitteldeutsches Saatgut zu kaufen.
Aber eben auch immer weniger Sorten, die mir Vielfalt in den Garten bringen sollen.
Wer Exoten haben möchte, muß sich langsam um die Vermehrung des eigenen Saatgutes kümmern. Und dieses dann mit anderen Liebhabern alter Sorten austauschen...
Was ist aber beim Kauf des Saatgutes zu beachten?
Saatgut verträgt keinen Frost. Wer im Schneetreiben vor der Drogerie einen Saatgut-Ständer sieht, darf daran gern vorbei gehen. Auch später, wenn die Tage wärmer sind! Mit solch einem Samen erntet man nichts im Garten.
Gute Saatgut-Händler versenden Samen deshalb nie in Frostperioden! Oder stellen ihre Saatgut-Ständer nie in den Frost! Wer würde auch als Fachmann auf diese Idee kommen, Samentüten im Frost zu lagern?
(Gut, die Genbanken machen das. Die wissen aber auch, wie man das macht!)
Dann gibt es noch die Saatgut-Tüten, auf denen mehr oder weniger groß F1 darauf steht. Dieses F1-Saatgut (Hybriden) hat nichts mit Gentechnik zu tun, wie immer gern von Möchtegern-Ökos behauptet wird. Hier wird einfach nur - ganz klassisch wie in der Natur auch - der Effekt genutzt, das die Nachkommen von stark ingezüchteten Linien gewünschte positive Effekte zeigen.
Vergleichbar mit den besonders klugen oder schönen Kindern von Leuten, die aus zwei stark isolierten Dörfern stammen...
Das nennt sich Heterosis-Effekt. Und ist wie gesagt vollkommen natürlich.
Nachteil für den Hobby-Gärtner: Die F1-Zucht bringt nebenbei für den Züchter des Saatgutes einen Kopierschutz mit. Wer F1-Pflanzen anbaut, die Samen dieser Pflanzen selber erntet und dann wieder anbaut, wird ein wahres Wunder an Vielfalt erleben. Nur eben aus dieser Nachzucht nichts ernten.
Vergleichbar: Die Enkel der Leute aus den Dörfern von oben könnten wieder strohdumm sein. Oder rote Augen haben...
Bei Blumen mag diese Aufspaltung übrigens sehr spannend sein.
Deshalb kann man F1-Hybriden ruhig nutzen. Denn der Normalverbraucher kauft im folgenden Jahr wieder neues Saatgut.
Wer alte Landsorten erhalten will, kann diese F1-Hybriden natürlich nicht für die eigene Saatgut-Ernte verwenden.
Wichtig ist auch, daß man im Garten immer möglichst viele Sorten eines Gemüses anbaut. Denn wer weiß schon, ob wir ein heißes, kühles, nasses oder trockenes Jahr bekommen?
Jede einzelne Sorte hat andere Ansprüche. Deshalb erntet man bei vielen Sorten garantiert etwas. Die eine Sorte mag versagen. Dafür trägt die nächste Sorte reichlich Früchte. Dies kann im Jahr darauf wieder genau das Gegenteil sein.
Deshalb baut der kluge Gärtner viele Sorten an!
Der Spekulant nutzt dagegen nur eine. Ist vielleicht auch recht spannend.
Nutzt man alte Landsorten der Region, hat man den Vorteil, daß diese Sorten an den eigenen Standort angepaßt sind. Dies macht den Ernte-Erfolg stabiler. Denn eine Sorte aus dem Gebirge kommt vielleicht mit einem Weinbau-Klima überhaupt nicht zurecht.
Wenn man dies alles beachtet und die Hinweise auf der Tüte liest, macht dann kaum noch etwas verkehrt.
Wer noch mehr zum Thema Garten lesen will, der findet noch viele nützliche Hinweise für den eigenen Anbau im Garten in meinem Gartenbuch Autark leben: Der Bauerngarten! Das finden Sie rechts neben diesem Artikel und auf buch.gourmieze.de! Sie können es auch über jeden Buchhändler bestellen!