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Montag, 5. Januar 2015

Der Mindestlohn – Der Jobkiller

Kaum gibt es zum ersten Tag des Jahres den gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro und....

...unser Heimatsender aus Mitteldeutschland hört nicht auf mit seinen Bemühungen, diesen Mindestlohn schlecht zu reden!

Denn da werden pausenlos Bäcker und andere Handwerker vor die Kamera geholt, die den Tränen nah berichten, daß sie nun Arbeitsplätze abbauen müssen.
Und um das Boulevard-Niveau des MDR auch ja niedrig genug zu halten, werden noch Verkäuferinnen vor die Kameras gezerrt, die ja noch soo gern arbeiten möchten und nun durch den bösen Mindestlohn entlassen würden....

Es wird geredet von 17% steigenden Lohnkosten und das sich dies kein Bäcker, Handwerker, Unternehmer mehr leisten könnte.
Höhere Preise ließen sich aber nicht realisieren, weil der Kunde nicht bereit ist, mehr zu zahlen.

Böser Kunde!

Mehr wird nicht zum Thema gesagt. Also die Kern-Aussage ist:

Mindestlohn frißt Arbeit auf!

O.K.

Hört sich erst einmal schlüssig an.

Was mich stutzig macht ist an diesen Beiträgen aber:

Welcher echte Handwerker von Ehre stellt sich denn eigentlich vor eine Kamera und erzählt, daß er seinen Leuten ein scheiß niedriges Gehalt unter 8,50 Euro zahlt!?!

Also ich würde mich da in Grund und Boden schämen!!!

Denn dies bedeutet, daß seine Mitarbeiter HartzIV aufdeckeln mußten, um überhaupt von diesem Billig-Lohn leben zu können!
Da läßt sich ein Bäcker vom Steuerzahler viele Jahre die Arbeitskraft bezahlen und jammert nun, daß diese paradiesischen Zeiten für Billig-Lohn-Betriebe vorbei sind.

Und welcher Mitarbeiter, der wirklich entlassen wurde, stellt sich vor die Kamera und bedauert seinen Chef?

Für mich mehr als unglaubwürdig.

Wir in Sachsen-Anhalt stehen ja bekanntlich früher auf – und verpennen deshalb auch das Meiste. Aber sind wir in Sachsen-Anhalt wirklich so doof, daß wir solch einer Berichterstattung glauben wollen? Von einem Sender, der aus unserer Tasche mit unseren Rundfunkabgaben lebt?

Das regt mich auf!!!

Kein Wort darüber, daß die Einführung des Mindestlohnes die ideale Zeit ist, Mitarbeiter loszuwerden, die man in Wahrheit nicht mehr haben will. Es lebe die betriebsbedingte Kündigung!

Vielleicht wurde deshalb die Frau im Fernsehen gefeuert?!

Kein Wort darüber, daß die Schere zwischen Armut und Reichtum immer größer wird, weil sich Unternehmer lange Zeit ihre Arbeitskräfte über HartzIV bezahlen lassen haben.

Oder sind unsere Handwerker in Sachsen Anhalt zu dämlich, ihre Preise richtig zu kalkulieren?
Denn mir haben schon mehrere Fleischer offen in mein Gesicht gesagt:

Wer als Fleischer arm ist, macht etwas verkehrt.

(Nein, ich werde deshalb trotzdem kein Fleischer...)

Auch fällt kein Wort darüber, daß der Mindestlohn für Handwerker endlich eine untere Grenze bildet, unter der man sich nicht mehr gegenseitig unterbieten kann! Zumindest mit legalen Mitteln.

Eine Tatsache, die so manchen Handwerker wieder schlafen lassen kann, wenn er sich an Ausschreibungen beteiligt.

Es gibt auch nie einmal die Erwähnung der Tatsache, daß Leute im Billig-Lohn-Sektor endlich wieder ein wenig Kaufkraft bekommen. Dies wird sich mit etwas Verzögerung in einer steigenden Binnen-Nachfrage zeigen. Und die wird langfristig zu mehr Arbeitsplätzen führen.

Der Steuerzahler wird langfristig weniger in die HartzIV-Kassen zahlen müssen. Es wird weniger Aufdeckler geben, was für diese weniger Bevormundung durch Ämter bedeutet.

Klar werden ein paar Firmen schließen müssen, weil die nun ihre Mitarbeiter aus eigener Tasche erwirtschaften müssen. Aber ist dies Schuld des Mindestlohnes?
Oder wohl doch eher Ergebnis einer falschen und überholten Betriebsführung?

Die Unternehmer mit Ehre wird dies freuen, wenn Billigheimer mit ungesunder HatzIV-Subventionierung der Arbeiter vom Markt verschwinden. Dann kann der Markt sich endlich wieder selbst regulieren.

Ja, das ist Kapitalismus.

Denn in Sachsen-Anhalt sind viele Preise unter gut und böse und mit ehrlichem Unternehmertum kaum noch zu halten. Gerade beim Thema Lebensmittel.

Sollen wir einen Gastronomen bedauern, daß er jetzt an Armut stirbt, weil er Mindestlohn zahlen soll? Und dabei einen fetten neuen BMW hinter dem Haus stehen hat?

Aber darüber berichtet der MDR, der seine Zuschauer auf Schnäppchen-Jagd und Billig-Wahn getrimmt hat, nicht.
Denn dies würde echten Journalismus von Propaganda trennen.

Und wenn die Medien immer schön weiter gegen den Mindestlohn sticheln, dann wird der bestimmt still und heimlich wieder abgeschafft.

Garantiert.

Die Verlage sollen ihren Austrägern schon offen empfehlen, die Verträge wegen des Mindestlohnes und seiner Ausnahmen auf die Kinder umzuschreiben. Habe ich munkeln gehört.

Also, sind wir in Sachsen-Anhalt wirklich so naiv, daß wir unseren Medien alles glauben? Wollen wir uns durch zielgerichtete Propaganda wirklich den längst überfälligen Mindestlohn (der in anderen Ländern viel höher ist!) wegnehmen lassen?

Denn ich als Unternehmer bin froh, daß der Mindestlohn nun da ist!
Ich habe beobachtet, daß die, welche am lautesten gegen den Mindestlohn wettern, sich am meisten an ihren Arbeitskräften und am Steuerzahler bereichert haben.

Oder aber auch Leute sind, die alles nachplappern, was man ihnen sagt. Denen kann man nicht helfen.

Berufskollegen ohne Ehre, für die man sich nur fremdschämen kann.

Denn ja, so war leider die Unternehmenskultur bei uns in Sachsen-Anhalt. Dies habe ich oft genug erleben dürfen.
Und wenn dies der Mindestlohn ändern kann, dann bin ich natürlich dafür.

Selbst wenn nun einige Dinge teurer werden. Ich rechne fest damit und bin darauf vorbereitet. Denn auch Rohstoff-Preise, Verpackungen und andere Dinge werden teurer werden.

Die Kaufkraft steigt dafür an anderer Stelle. Und das ist gut für uns alle. Unternehmer und Verbraucher.
Denn will ich als Kunde wirklich, daß Leute für meinen Konsum ausgebeutet werden?

Fassen Sie sich als Mindestlohn-Kritiker dafür ruhig einmal an Ihre eigene Nase! Besonders dann, wenn Sie deutlich mehr als Mindestlohn verdienen!


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