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Mittwoch, 11. Februar 2015

Kahlschlag beim Umweltschutz

Alle Welt jammert über Umweltbelastungen in der Stadt. Feinstaub, Lärm, Dreck, schlechte Luft eben. Und jedes Kind weiß, daß man genau dagegen etwas tun kann.

Zum Beispiel die Stadt grüner machen!

Wo Mega-Citys wie New York enorme Erfolge im Kampf um ein besseres Klima in der Stadt durch Stadt-Begrünung erzielen, da geht man in Sachsen-Anhalt einen anderen Weg.
So habe zumindest ich das Gefühl.

Denn egal, wo ich gerade bin - man hört die Kettensäge. Und nicht nur jetzt im Winter, sondern das ganze Jahr über.
Und nicht nur, daß sich Leute auf der Straße darüber freuen, daß dieser blöde Baum hier und da mit seinem ganz furchtbar vielen Laub geschreddert wurde!

Nein!

Männer freuen sich wie toll das war, im Garten den Apfelbaum oder die Tanne gekillt zu haben!

Nur gepflanzt, da wird nichts mehr. Zumindest habe ich schon lange keine Neupflanzung mehr gesehen. Höchstens ein paar kleine Bäume, dort, wo vorher riesige alte Exemplare ihr Schattengrün spendeten. Und die Luft vom Dreck der Stadt filterten.

Auch Hecken, vielleicht nicht ganz so beeindruckend wie eine Eiche, aber dennoch gut für Luft, Auge und Vögel, verschwinden plötzlich spurlos.
Das jüngste Beispiel habe ich in Halle (Saale) gesehen. Da ging ich noch letzte Woche am Landesamt für Umweltschutz vorbei. Am Weg stand eine Hecke. Nicht spektakulär, aber eben eine Hecke. Zur Zeit hatte die keine Blätter. Dafür aber orange Beeren. Und da habe ich mich noch letzte Woche gefreut, daß sich diese Beeren die Amseln holten....

Nach der Heckenrodung
Also an diesem Fußweg (der im Winter immer schön mit Salz ! gestreut wird) entlang stand diese Hecke. Und im Rasen am Umweltamt gab es auch noch große Büsche.
Doch wie habe ich gestern am Morgen gestaunt, als alles Weg war! Nur die Bäume stehen noch.
Ja, noch!
Totaler Kahlschlag am Landesamt für Umweltschutz!
Die Hecke, gemeuchelt von schwerer Technik! Deren ölige Schlieren waren noch auf dem Fußweg zu sehen. Und zu riechen.

Heute steht dort, wo früher die Hecke war, ein Bauzaun.

Doch warum mußte diese Hecke weichen? Gerade hier am Landesamt für Umweltschutz???

Baufreiheit für die Sanierung des maroden Hauses?
Wohl kaum, denn zwischen Hecke und Gebäude paßten wunderbar mehrere Baufahrzeuge mit Baugerüst. Und so blind kann keiner Fahren, daß da die Hecke störte.

Jetzt zieht es dort, wenn man den Fußweg entlang geht. Und schön ist der Anblick auch nicht mehr.

Ja, so wird in Halle an der Saale das Stadtklima verändert. Und das Amt für Umweltschutz zeigt beste Vorbildwirkung für die Bürger. Leider.

Ja, in Sachsen-Anhalt, da stehen wir früher auf! Und verpennen mal wieder die neuesten Trends.
Wie urbanes gardening und Stadt-Begrünung.

Dafür sieht alles so schön steril aus. Ist doch krank, nicht war?!


In meinem Garten & mehr...

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