Frage die Katze! Der Gourmetkater weiß fast alles!

Dienstag, 14. Januar 2014

Mein Jahresrückblick: Die Ereignisse im September 2013

Im September 2013 schwappte folgende Meldung aus London zu uns herüber.
London ist eine schöne Stadt. Das weiß jeder, der schon einmal dort war. Aber wer hätte das gedacht, daß man sich im von der Sonne nun wirklich nicht gesegneten England einen Sonnenbrand mitten in der Londoner City holen kann?
Da brannte an einer Stelle der Stadt die Sonne so stark, daß sich die Leute Eier braten konnten. Einfach so.
Ohne Herd!
Die haben die Eier in die Pfanne gehauen und dann halten die das Ding einfach so in der Luft.

Und die Eier braten.

Nur Autos sollte man dort nicht parken. Weil selbst eine Nobelkutsche wie ein Jaguar hat Plastik-Teile. Und die schmolzen dahin....
Schuld war der verspiegelte Wolkenkratzer "20 Fenchurch Street", der wegen seiner Form die Spitznamen "Walkie-Talkie" und "The Pint" ("Das Bierglas") bekommen hatte. Dabei war der noch nicht einmal fertig. 2014 soll das Gebäude im Finanzdistrikt Londons mit einer Höhe von 160 Metern fertig werden. Mit Aussichtsplattform im 37. Stock und großen Gartenanlagen.
Dumm ist nur die gewölbte Fassade, die wie ein Brennglas wirkt. Da hatte der Architekt wohl nicht damit gerechnet, daß auch in der Hauptstadt Englands einmal die Sonne scheinen kann.

Auch in Tokio wird gestrahlt. Denn Japans Hauptstadt darf die olympischen Spiele 2020 ausrichten. Das rfuhren wir auch im September 2013.
Da darf man schon jetzt gespannt sein, ob die Olympiade mehr Ausstrahlung hat oder die Atomruine Fukushima, die nur knapp über 200 km von Tokio entfernt ist.

Und Fukushima – war alles bestens? Von wegen.
Da sickerte die strahlende Suppe in das Erdreich und letztendlich in das Meer. Nun sollte Eis das radioaktive Wasser stoppen. Japans Premier kündigte sein Eingreifen an und wollte den Supergau-Meiler zur Chefsache machen.
Ach jetzt erst im September? Weil Tepco überfordert ist? Aber das waren die doch schon seit dem ersten Katastrophentag!
Und so verstreicht die Zeit... und verstrahlt Japans wichtigste Fischgewässer.
Aber ich will nicht wissen, wie unsere AKWs aussehen....

Aber am Rande kam zum Thema Olympiade noch eine tolle Nachricht im September: Das Ringen bleibt olympische Disziplin!
Aber irgendwie gab es auch in Warstein eine Art Supergau. Dort suchte man die Quelle, woher die Legionellen in der Luft kommen.
Erst eine Kühlanlage, dann die Kläranlage..... So richtig schien dies alles noch nicht die Lösung des Rätsels zu sein.
Amtliche Reisewarnung für Warstein!? Ich dachte im September 2013, ich höre nicht richtig.

Gestrahlt wurde im September 2013 auch an anderer Stelle. Den nach dem TV-Duell ist vor der
Wahl. Klar, daß da SPD und CDU den Sieg für sich proklamierten.
Übersehen wurde der wahre Kotelett -King: Stefan Raab, der sich nicht scheute, die Schnute zu verbrennen.
Und so feierte sich die Politik und wollte nicht sehen, daß sie die Jugend nicht erreichte. Ein
Facebook allein macht eben noch keinen Wahlkampf, wenn die Themen an den Sorgen der Jugend vorbei gehen.
Denn die Welt war und ist im Umbruch. Egal ob nun in Syrien einmarschiert werden sollte oder nicht. Denn auch dies wurde im September 2013 diskutiert
Diesen Wandel erkennt man an den kleinen Dingen:
Der neue Papst fuhr plötzlich Trecker und machte Schwätzchen mit den Touristen, die Menschen
regten sich über die barocke Glanz-Sucht des Limburger Bischofs auf...

...Und im Iran, da gratulierte der Rohani zum jüdischen Neujahrsfest und distanzierte sich von
der Holocaust-Leugnung!!!
Wenn das nicht schon ein riesiger Schritt war!
Und während sich die NSA immer noch ungestört über unsere E-Mails und ssl-verschlüsselten Konten hermachte – Ja was denken Sie, warum wir diese SEPA-Konten kriegen – verweigerte sich der Durchschnitts-Amerikaner neuen Kriegsabenteuern.
Dabei hätte Obama sofort bei Putin einen starken Kriegspartner gefunden. Er müßte dem bei seiner
Homophobie nur beweisen, daß......

So verbrachten wir den September 2013 mit der Diskussion, ob wir wieder in einen Krieg schlittern. Denn der Obama hatte ja einmal zu Syrien etwas von roten Linien geredet und stand nun gewaltig unter Zugzwang.

Aber irgendwie hatte die Diplomatie gewonnen und alle waren Sieger: Obama blieb der starke Mann mit dem rasselnden Säbel, Putin konnte Freund von Assad und Syrien bleiben und feierte sich nun als Friedensstifter, Assad wurde seine Chemie-Waffen los und sah sich als Menschenfreund, wir brauchten nicht mit unseren Steuergeldern einen neuen Krieg finanzieren, könnten aber an der Vernichtung dieser Giftgas-Waffen verdienen.
Schien also alles super zu sein. Grund genug, um zu jubeln und sich auf die Schultern zu klopfen.
Nur das Volk in Syrien, das steckte weiter im Krieg fest – mordend oder sterbend, leidend, flüchtend.
Klar, daß in solch einem Land viele Menschen nicht mehr leben wollen und flüchten.
Doch wohin?
Sollten wir denen vor der Nase die Tür zu knallen?
Besser nicht, denn die Syrer sind womöglich besser ausgebildete Fachkräfte als wir.....
Einwanderer – das bringt mich zum nächsten Thema:

Die EU wollte den Kampf gegen invasive Arten stärken!

Also „invasive Arten“ sind Einwanderer, die wir nicht haben wollen, weil sie unser beschauliches Heim ruinieren und sich überall durchfressen.
Bitte jetzt nicht falsch verstehen: Ich rede hier von Pflanzen und Krabbel-Tieren, die wir gewollt oder ungewollt in unserem Globalisierungs-Wahn eingeschleppt haben.
So etwas wie asiatische Krabben. Oder auch Räuber mit Masken, wie diese Waschbären.
Bei letzteren bekommt aber so manch ein Jäger Skrupel. Weil die soooo süüüüß sind!
Ja, die Globalisierung.

Da machte Vodafone im September Druck bei den Aktionären von Kabel Deutschland, weil die Briten das Breitbandnetz haben wollten. Und hinten, da merkte man nicht, wie kostbare Kunden-Daten abgegraben wurden.
Man redete von 2 Millionen Datensätzen.....
Was sollte man tun, Bier trinken und abwarten?
Mag gut funktionieren, diese Einstellung. Aber Bier, da war doch etwas???
Ach ja, die Reisewarnung für Warstein. Wegen der Legionelllen.
Die sollten sich ja nun auf einmal in der Warsteiner Brauerei, besser in deren Klärwerk, häuslich eingerichtet haben.

Zu feiern gab es im September aber auch etwas! Das sollte mal nicht vergessen werden!
Denn wir Deutschen hatten den Olymp erklommen! Und wenn wir schon nicht mehr Papst waren, dann saßen wir nun gleich zwischen den Göttern.
Und wenn es nur Herr Bach ist.
Ach der saß nicht auf dem Olymp bei den Göttern?
Was machte er dann?
Ach so: Bach wurde nur Präsident des Olympischen Komitees IOC.

Na dann feierten wir eben Karl Lagerfeld. Der ist im September letzten Jahres 80 Jahre alt geworden.
Oder doch nur 78? 68?
Fragen konnte man ihn nicht. Weil die Antwort würde kein Mensch verstehen.
Egal, Hauptsache der Champagner floß und dürre Mädchen gratulieren.
Denn ein Buffet, das gab es sicher nur zum Anschauen.

Nach Fukushima konnten die Japaner endlich wieder strahlen! Denn die haben im September erfolgreich eine Rakete mit künstlicher Intelligenz gestartet.
Die konnte sich selber kontrollieren und sollte so handlich sein, daß man zum Start nur einen
Laptop brauchte! Die 2 anderen Computer waren nur zur Sicherheit.
Klein und handlich, da waren die Japaner einmal gut!
Aber ein Raketenstart mit nur einem Laptop?!
Klar, bei der heutigen Rechenleistung! Die ist garantiert größer als die des Rechenzentrums, welches man zum Start der Voyager 1 brauchte!
Dafür war die olle Voyager 1 noch richtig robust gebaut! Läuft immer noch und hatte nun im Jahr 2013 unser Sonnensystem definitiv verlassen.
Diesen Moment werden viele Deiner Mitentwickler wohl nicht mehr erlebt haben. Aber die noch lebten, die konnten auf Dich anstoßen! Egal, ob mit Sekt oder Selters.

Aber man muß nicht immer in die Ferne schweifen, um Neues zu entdecken:
Da wurde nun ein neuer van Gogh gefunden.....
Dann gab es im September auch noch eine Wahl. In Bayern.
Hatte die nun Signalwirkung auf die Bundestags-Wahl oder wollten die Bayern uns nur rabenschwarze Angst machen? Letzteres konnte man glauben, wenn man die CSU tönen
hörte.

Und dann kam sie, die Mutter aller Wahlen! Nun heulten alle herum, weil das Wahlergebnis der Bundestags-Wahl irgendwie nicht paßte!
Denn Leute, die nicht zur Wahl gingen, dürfen nicht meckern.

Also gut, wir nahmen die Wahl hin, wie sie kam. Denn das ist Demokratie.
Gezeigt hat aber auch das Ergebnis dieser Wahl, daß man mit Inhaltslosen Wahl-Floskeln und Parolen keinen Wahlkampf machen kann.
Oder eben auch nicht mit einem Spitzen-Kandidaten, der beim Arbeiter als arrogant herüber kam.
Oder sich wie die Grünen in so elitären Gefilden dachte, daß man den geneigten Wähler – wie auch mich – einfach ignorierte. Keine Zeit für den Wähler? Das geht nicht im Wahlkampf!
Anders die FDP, hatte prompt und als erste Partei auf meine Anfrage für meinen Wahl-Service dieses Blogs reagiert. Gut gekämpft, hatte aber dann doch nicht gereicht.

Aber hatten wir eigentlich ein anderes Ergebnis der Bundestags-Wahl erwartet?
Eher nicht. Denn in der Krise wählt das Volk den alten, aber gerade darum auch bekannten Herrscher. Wechsel und die Unsicherheit des Neuen ist da meist nicht gewollt.
Und, wie die Meteorologen heraus gefunden haben:
Bei schönem Wetter, da wählt das Volk den alten Patron. Ist das Wetter schlecht, dann kommt der Wechsel!
Und wir hatten verdammt gutes Merkel-Wetter! Zum Glück! Oder auch leider...

Doch schauen wir in andere Länder mit anderen Herrschern:
Wer hätte dies gedacht, Nordkorea öffnete wieder die Sonderwirtschaftszone Kaesong.
Denn regieren ohne Wirtschaftskraft, das machte offenbar auch nicht so viel Spaß.
Und in Syrien? Die hatten die UN-Inspektoren endlich bewiesen, daß Giftgas eingesetzt
wurde. Aber von wem? Kein Hinweis.

Schrecken im September in Washington, wo auf einem Stützpunkt der Marines Schüsse fielen. 13 Tote und die unheimliche Frage, wie man Waffen auf einen Stützpunkt der Marines schmuggeln konnte?
Es gab dann aber doch erste ernste Konsequenzen aus diesem Zwischenfall: Waffen waren bei Starbucks ab sofort unerwünscht – so war der Appell des Kaffee-Kochers an die Kunden.
Aber auch im idyllischen Österreich, da knallten Schüsse. Und wo in so manch einer Schmonzette der Wilderer ein kleiner Volksheld ist, da war es hier nur ein durchgedrehter Tierquäler.
Ergebnis: 4 Tote.
Der Schütze in Nieder-Österreich hatte 100 Waffen gehortet.

Und als ob dies nicht reichte: Geiselnahme in Luxus-Kaufhaus in Kenia.
Zwischenbilanz 39 Tote und 150 Verletzte nach diesem Terrorangriff in Nairobi durch Islamisten aus Somalia.

Unwetter gab es natürlich auch wieder in der Welt.
Betroffen dieses Mal waren: Die USA in Colorado und auch Mexiko. Und Gebiete in Asien.

Aber es gab im September 2013 auch gute Nachrichten!
Es gelang, die gestrandete Costa Concordia aufzurichten! Ganz langsam und letztendlich nur im Zeitraffer zu verfolgen. Doch wie der einst so stolze Schwan nun aussah!
Dreckig, total verbeult und schrottreif.

Oder:
Endlich wurde die Legionellen-Gefahr in Warstein gebannt!  Die Reisewarnung wurde aufgehoben. Hurra!

Oder auch:
Microsoft-Gründer Gates blieb reichster US-Amerikaner!
... war aber eigentlich auch Wurst.

Dann wurde mir im September 2013 eine große Angst genommen:
Der Literaturkritiker Reich-Ranicki ist gestorben.
Von ihm konnte mein Blog also nicht mehr kritisiert werden......

Und:
Der Papst forderte Barmherzigkeit statt Morallehre. Aber auch das wird mir wenig bringen.
Denn als Kater darf ich den Vatikan immer noch nicht betreten.

Weiterhin:
Der Tiger, der den Pfleger im Zoo von Münster getötet hatte, wurde nicht umgebracht! Gut
so, denn das große Katzen-Tier aus Leipzig konnte nichts dafür!
Ein Sieg für die Gerechtigkeit!

Oder:
Das Oktoberfest in München, welches komischerweise im September ist, wurde eröffnet!
Hurra für Euch, aber ich trinke kein Weizenbier.
Nur Pils.

Aber auch andere Meldungen gab esim September 2013:
Im kalten Norden Rußlands gab es ein Ringen der Kräfte zwischen Putin und Greenpeace:
Greenpeace wollte eine Öl-Bohr-Insel entern, wurde dann aber selbst von Spezialkräften geentert. Vorwurf nun gegen Greenpeace: Piraterie, illegale Forschung, Betretung von Sperr-Gebiet. Alles Dinge, die dort als Terrorismus angesehen werden.
Und wenn man bedenkt, wie dort mit den kreischenden Mädchen in Kirchen verfahren wird, dann hatten diese Greenpeace-Aktivisten allerhand riskiert.

Oder:
Enttäuschung für NASA-Mission: Kaum Methan auf dem Mars. Was hier so harmlos klingt besagte, daß es wohl doch kein Leben auf dem Mars gab. Denn dieses Leben hätte jenes Methan in der Atmosphäre des Mars hinterlassen.
Keine Mars-Menschen mit Blähungen also? Schade!

Das man mit dem Reden und handeln etwas bewirken kann, zeigten uns im September 2013 2
Politiker, von denen man das nun wirklich nicht erwartet hatte:
Obama und Irans Rohani!
So waren nicht nur beide zu (in Worten!) Gesprächen zum Atom-Konflikt bereit, sondern beendeten ein langjähriges Schweigen zwischen beiden Ländern!
Die Außenminister der USA und des Irans begegnen sich erstmals und der Iran legte einen Plan für die Abschaffung aller Atomwaffen vor. Auch gab es neue Gespräche über das iranisches Atomprogramm.
Geradezu historisch war das Telefonat zwischen Rohani und Obama.
Ja, der Obama. Da konnte er nun das Gespräch mit dem Erzfeind führen, doch im eigenen Lande, da sprachen die Konservativen eine andere Sprache.
Und mit der Sturheit eines Ochsen steuerten die Republikaner das Land wieder Richtung Fiskal-Klippe.
Und so gab es für Obamacare noch vor dem Start viel Widerstand. Und wenn es nur eine 22-Stunden-Rede im Senat gegen diese Gesundheitsreform war.

Anderes Thema:
Der Klimaschutzbericht, der uns schlimmere Prognosen lieferte als gedacht:
Das Meer steigt schneller an, das Klima wird noch heißer mit extremeren Wetterlagen und und und.
Eigentlich wissen wir das schon. Doch sein Handeln anpassen, dies wollte kaum jemand.
Obwohl, nach einer Studie sollte es ja heißen: Die Verbraucher achten verstärkt auf ethischen Konsum!
Aha!
Doch wissen die überhaupt, was ethischer Konsum ist, wenn sie da in der Schlange zum neuen iPhone standen, telefonierend mit dem tollen Vorgänger-Modell?
Oder mußte ich die Fußball-WM 2022 wirklich in der glühend heißen Wüste von Katar in klimatisierten Stadien planen?
Dort, wo die geschundenen Sklaven-Arbeiter des Baus massenhaft vor Hitze starben?
Und kann man dann 2022 noch von einer großartigen Fußballshow der Fifa reden, wenn dafür zuvor Gastarbeiter für einen Hungerlohn sterben mußten?
Oder:
Mußte man trotz schlechter Klima-Prognosen für Kohle-Energie bei uns Dörfer weg baggern?
Oder im Nordpolarmeer Öl fördern?
Nach der Protestaktion von Greenpeace gegen diese Probebohrungen saßen die Aktivisten immer noch in Haft. Doch auch wenn Purtin – der sich ja auch gern mit nacktem Oberkörper als Naturbursche ablichten läßt – nun versicherte, daß dies keine Piraterie gewesen sei:
Der russische Bär ist und bleibt ein Bär. Brummend, knurrend, beißend.
Aber mich ließ hier Putins Aussage aufhorchen, falls man in Rußland eine Protestaktion starten möchte:
In der Kirche kreischen und punkige Musik machen: Sehr, sehr BÖSE!
Wie ein harter Kerl eine Plattform entern und etwas für die Natur machen: Nicht ganz so BÖSE!

Aber zum Schluß noch einmal zurück zur Wahl des Bundestages.
Wie wäre die Wahl wohl für einige Politiker ausgegangen, wenn wir ein negatives Stimmrecht gehabt hätten? Denn dieses sollte nun wohl in Indien eingeführt werden:
Das Oberste Gericht Indiens hatte ein wegweisendes Urteil zum Wahlrecht gefällt.
Demnach haben die Inder künftig die Möglichkeit, bei Wahlen explizit auch gegen Kandidaten zu votieren.
Au Backe – sage ich da!


In meinem Garten & mehr...

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