Frage die Katze! Der Gourmetkater weiß fast alles!

Dienstag, 14. Dezember 2010

So ein Schnee! Eine Philosophie

Als ich am Sonntag von der Klosterweihnacht in Bernburg zurück nach Halle
fuhr, kehrte der Winter gerade auch vom seinem Wochenende zurück zum Dienst.

Es war tüchtig Wind und leichtes Schneegrieseln angesagt.

Doch mußte ich auf der Fahrt feststellen, daß es verschiedene Philosophien zum
Thema Schneeräumung in unserer Region gibt.

In Bernburg meckert man gern, der Winterdienst würde nicht arbeiten. Doch die
Straßen waren perfekt geräumt und nur an wenigen Stellen glatt.
Der Bernburger Winterdienst ist also mehr von der exzessiven Art. Auf dem Weg
durch die Stadt bis zur Kreisgrenze zum Saalekreis kamen mir 10 (in Worten
ZEHN!!!) Räumfahrzeuge entgegen! Das waren große mit Schiebeschild und
Streuer, aber auch welche nur mit Streuer, ganz ohne Schieber, auch kleine
waren dabei.
Und an den Rändern standen wunderbar anzusehende Schneezäune, die das Verwehen
der Straßen verhinderten.

Im Salzlandkreis zeigt man also gern, daß man einen Haufen von diesem weißen
Gold im Keller hat.

So konnte ich wunderbar entlang der früheren B71 Richtung Kreisgrenze fahren,
durch Garsena und.......

......genau am Willkommen-Schild des Saalekreises, dort wo der Asphalt
wechselt, wurde aus der schwarzen Straße eine romantisch wilde
Winterlandschaft.

Im Saalekreis mag man es also mehr weihnachtlich! Dort fehlen die Schneezäune,
damit es sich der Schnee ungehindert von den Feldern auf dem Asphalt gemütlich
machen kann. Denn ein Räumfahrzeug hat diese Idylle nicht gestört.

So schlich ich dann Richtung Halle-Trotha über weiße und glatte Straßen, bis
ich an die Auffahrt der A14 kam. Auf der Fahrt über die Autobahn stellte ich
dann fest, daß diese geräumt war.

Also scharf eingebogen und weiter auf der glatten, aber geräumten Autobahn.

Denn die Fahrt durch Halle wollte ich mir verkneifen. Denn dort wurde
garantiert das ganze Wochenende kaum oder nicht geräumt. Und dieses Risiko
wollte ich mir nicht antun.

Als ich dann in der Gemeinde Kabelsketal ankam, fuhr mir doch noch ein
Räumfahrzeug entgegen. Die Straßen waren spiegelglatt.

Steht also 10:1 für Bernburg!

Nun frage ich mich, warum wird auf gleichwertigen Straßen so unterschiedlich
der Winterdienst organisiert?

In Bernburg wußte man ja auch, daß Berufspendler und unzählige LKWs mit Salz
für ganz Deutschland die Straßen passieren können müssen!

Und warum ignoriert man im Raum Halle so sträflich die Sicherheit der Bürger?
Ist dieses unnütze neue Fußballstadion zu teuer, daß kein Geld mehr da ist?
Da rühmt man sich gern als perfekter Wirtschaftsstandort, doch was nutzt das,
wenn man Rohstoffe und Ware nicht transportiert bekommt, weil die Straßen
unbefahrbar sind. Außerdem kommen die Angestellten aus dem Umland nicht
pünktlich zur Arbeit, weil noch nicht mal die Parkplätze nutzbar sind!
Gleichzeitig sind viele Firmen in den Nebenstraßen förmlich von den Kunden
abgeschnitten, weil die Stadt Halle sich weigert, die Straßen zu räumen. Die
Kehrgebühren werden aber trotzdem abkassiert!

So etwas nenne ich wirtschaftsfeindlich und man ist froh, wenn man nicht in
die Stadt fahren muß.

Jetzt sagen Sie, man könne doch Bus und Straßenbahn nutzen. Ja aber wo soll
ich denn am Straßenrand das Auto abstellen, wenn nichts geräumt ist?!

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